Sommelier
WSET certified educator
VIA Italian Wine Ambassador

Israelseminar für Profis

Liebe Weinfreunde! 

Am Donnerstag, dem 27.3.2014 findet in München ein aussergewöhnliches Israel Seminar statt.

Herr Ido Lewinsohn, Kultwinzer des „Garage de Papa“, Winemaker von Recanati und angehender Master of Wine hat Spitzenweine aus den verschiedenen Weinbauregionen ausgewählt, wird sie präsentieren und über die Regionen, die Trends und Stile im israelischen Weinbau referieren.

Das Seminar beinhaltet 10 Spitzenweine, ein ausführliches Skript und anschliessend eine Stärkung im Anschluss.

Da einzelne Weine kaum erhältlich sind, ist das Seminar auf 10 Plätze limitiert.

Buchungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Das Seminar wird in Englisch gehalten.
Für die Übersetzung von Fachterminologie stehe ich gerne zur Verfügung.

Termin Do., 27.03.2014, 19:00 Uhr
Ort

Der Weinkeller im
Le Barestovino
Thierschstraße 35
80538 München
+49.89.23 70 83 55
www.barestovino.de

Kosten Euro 85,00 p. P.
Wegen der stark limitierten Plätze bitten wir um Vorkasse.

  HIER GEHT’S ZUR ANMELDUNG 

2014 WBIS Munich

When I first heard about the second WBIS, Wine Business Innovation Summit,

I just found out that the first has been in the previous year in Brussels.

 

Besides that I had some ?? But even more, quite some ¿¿¿

The special offer price for WSET diploma holders still was at 149 Euro and in combination with ¿?¿?¿ that didn’t sound tempting, at first.

 

Being much into wine and being from Munich, I decided to go there and see what

Faye, Marc and Jens had put up.

 

Fortunately it was in Munich and so I went to experience two full days of getting fantastic seminars on many different subjects about the business of wine, how innovative one can start his own business in wine and meet interesting people from all parts of the industry.

That really was great and worth every second but the best of all at that event was, especially for me, caught in a German business behaviour, the experience of how open everyone shared their ideas and even business models.

 

Quite in the spirit of the first session I attended,

“ New Financing Options & Crowd-Funding Experiences“

where Jan Kennedy started with his presentation and said „share your idea!“

so did Marc Clemens, founder of „Sommelier Prive“.

 

In this exact spirit, all two days went on and experts in their field shared most interesting insights in what looked like niches in the wine market, but isn’t that how that fruit computer guy once started?

 

I can not report about the content of all the seminars given, reaching a span from crowdsourcing, bloggers and their influence, branding, wine clubs, consumer treatment, marketing aspects of brand and place, new packaging, the Chinese market, consumer interaction and many more.

But actually, it wouldn’t even make any sense if I did so.

As this event is all about sharing, the programme and sessions still can be found at http://wbis.eu/programme.

Well, so what ? Right, so what if you also can see all the presenters, get their bio and background, and can look at every single presentation at „Slideshare“ ?

Well, then you see what sharing ideas is all about and WBISs core competence is connecting sharing people.

 

Another point at the programme was the #WBIS Business Award.

Eight start ups presented their business and were judged.

The winner was André Ribeirinhos „Smart wine Glass“, a fantastic idea and a win win solution, giving the consumer a total review of all wines he tasted during an event and the exhibitor the contact of the visitor who liked his wine.

If that, as I do hope, becomes a standard on all wine events, I will save tons of paper and time! Great Job !!

 

Find further informations about the runner up and third place as well as for the

„Smart Wine Glass“ at http://wbis.eu/wbis-business-award/.

 

If you should want to know, who participated at the event, well as you probably guessed, you can find the list at http://wbis.eu/participants/.

 

Besides the two seminar rooms where sessions were held simultaneously, making it hard to decide which one to miss, there were fully catered coffee and lunch breaks and a full dinner at the Augustiner on Saturday evening.

The relaxed atmosphere, great seminars with so much content, great people, being fully taken care of from A to Z, in short the entire WBIS 2014 in Munich to me was an outstanding event and an absolute success.

Having said this, yes it absolutely is worth the money, and yes, I am looking forward to the WBIS 2015, wherever it may be.

 

Finally, if you think of opening a new business in the wine industry, consider talking to some of the speakers of this event.

 

Following the mind set of the entire event,

please do not hesitate to share this article 🙂

 

Stefan Metzner

 

Down here you find the article as .PDF for review and download

 

 

Palmaz winery

und manchmal ist es eine Geschichte, die es wirklich Wert ist, erzählt zu werden.

November 2013 im Napa. Ich war bei verschiedenen „Wineries“ und wie’s im Golden State so ist, gibt es reichlich beeindruckende Weingüter und viel grossartigen Wein.

Per Zufall bekam ich einen Termin bei Palmaz und ich muss zugeben, dass ich von diesem Weingut noch nie gehört hatte, und wenn es nicht Randy Dunn gewesen wäre, der es empfohlen hat, hätte ich womöglich auf den Termin verzichtet.

Die grossen Namen hat man ja alle zumindest schon mal gehört dachte ich und Palmaz war so gar nicht auf meinem Radar.

Um es vorweg zu nehmen: Es ist eine amerikanische Geschichte und die steingewordene, na ja, oder auch nicht, Inkarnation von „live your dream“!

 

Nun aber von Anfang an:

Die Hagen Winery wurde 1881 gegründet und bekam schon 1889 in Paris eine Silbermedaille, aber der Betrieb überlebte die Prohibition nicht und so fiel die winery in einen Dornröschenschlaf. Achtzig Jahre lang!

Die Familie Palmaz war auf der Suche nach einem Heim im Napa Valley und fand das alte Herrschaftshaus von Henry Hagen und kaufte das Anwesen 1996, zunächst des Hauses wegen und dann ging es Schlag auf Schlag:

Bei den dringend nötigen Renovierungsarbeiten fand die Familie was man als „pure gold“ bezeichnen kann, Pflanzrechte für 60 acres (ca. 26 ha), ein Vermögen wert im Napa !

Die Familie Palmaz entschloss sich, den Weinbau ernsthaft zu betreiben, engagierte Berater, analysierte 4900 Bodenproben, definierte 24 Bodentypen und pflanzte 24 Parzellen Cabernet Sauvignon, mit unterschiedlichen Kombinationen von Unterlagen und Klonen in Höhen von 400 bis 1200 Fuss. In drei kleineren, kühleren Parzellen wurde Chardonnay, Muscat und Riesling gepflanzt.

Eine 0/8/15 Napa Valley Geschichte. Bis die Familie Palmaz entschied, keine Pumpen verwenden zu wollen. Gravitation ist ein modernes Zauberwort in der Kellertechnik.

Die Umsetzung ist nicht so einfach, da es viele Arbeitsschritte gibt und man deswegen auch viel Gefälle braucht. Bei Palmaz ging man das Problem gelinde gesagt „anders“ an. Wer Weinberge vom 400 bis 1200 Fuss hat, dem gehört der Berg!

Also hat man den Weinkeller in den Berg verlegt – aber WIE !

Es wurde der grösste unterirdische Weinkeller der Welt gebaut. Der Dom allein hat einen Aushub von 1300 Kubikmetern Gestein. 20 Meter Durchmesser und 18 Meter hoch mit diversen Logistiktunneln und Wagenradförmigen Lagertunnels für die Fässer.

33000 Quadtratmeter und einer Gesammthöhe von 60 Metern – im Inneren des Berges.

Nun war es tatsächlich möglich, alle Arbeitsschritte rein durch Gravitationsfluss zu bewerkstelligen:

Anlieferung der Trauben die nur Nachts gelesen werden in der obersten „Etage“

Entrappung (100%), ein besonders langer Sortiertisch und dann in die Gärtanks.

Für die 24 Parzellen wurden 24 separat steuerbare Gärtanks in einem rotierenden Karussell gebaut, die einzeln unter den Schacht des Sortiertisches fahren.

Von den Gärtanks in die Presse (der Vorlauf wird gesondert vinifiziert) von der Presse in Sedimentationstanks.

Von diesen in die Barriques. Der aufmerksame Leser ist nun im 5 Stock von Oben gerechnet!

und so sieht das dann auch aus:

 

Foto: Stefan Metzner

 

Weiter geht’s in die Barriques (100% französische Eiche), Lagerebene für das erste Jahr und

später in die tiefer gelegene Lagerebene für die Barriques des 2. Jahres.

Von hier aus in die Abfüllanlage – 7. Stock!

Schematisch sieht das dann so aus:

 

Foto: Palmaz Winery

 

Ein Video und weitere Informationen findet man unter https://www.palmazvineyards.com/winery.cfm

 

Getreu dem Motto,

„wie macht man in der Weinindustrie ein kleines Vermögen ?

Man fängt mit einem Grossen an!“

spricht man bei Palmaz nicht über die Investitionssumme, aber der Fakt, dass die Maschine, die den Tunnel von England nach Frankreich grub nach Kalifornien gebracht wurde, um den Berg auszuhöhlen, spricht für sich.

 

Es werden 5 Weine erzeugt:

Riesling; Chardonnay; und Muscat in sehr geringen Mengen (je $ 55,-) und

Cabernet Sauvignon ($ 145,-). Der fünfte Wein ist ein Selektion der besten Parzellen Cabernet Sauvignon mit dem Namen Gaston, der nur in besonderen Jahren erzeugt wird ($ 180,-).

Die Produktion liegt bei 4000 cases / Jahr (= 48000 Flaschen)

Bei diesen Preisen scheint es als ob der Break even in etwa 2214 erreicht werden könnte, aber Profit steht hier nicht an erster Stelle. Herr Palmaz hat sein Vermögen wo anders verdient. Angenehmer Weise mal nicht in der Finanzwelt.

Der Vertrieb erfolgt ausschliesslich innerhalb der USA (ex cellar) über den eigenen Weinclub, was auch dazu beiträgt, dass die Weine hier nicht bekannt sind.

Die Weingutstouren sind, wie könnte es anders sein, perfekt organisiert und sehr informativ. Die Perfomance von Frau Lasso passt völlig zum Konzept – grossartig!

Ein Weingut „State of the Art“ das es sich unbedingt zu besuchen lohnt!

 

Die Weine

Der 2012er Chardonnay hat eine betonte Fruchtaromatik nach Äpfeln, Birnen und Melonen und buttrige Eichennoten, hat einen dezenten Joghurttouch von der MLF und besticht durch seine frische knackige Säurestruktur. Der Alkohol wirkt etwas warm am Gaumen und der Hall ist lange und ausgewogen.

 

2009 Palmaz CS

dichte primärfruchtige und sehr offenen zugängliche Aromenvielfalt; cassisdominiert.

Dichter Körper, weiches, elegantes Tannin, fast seidig am Gaumen. Warm am Gaumen mit langem Hall, guter Balance (Alkohol etwas wärmend) lange und komplex.

 

2010 Palmaz CS

Komplexe Aromatik mit überströmenden, reifen Rotfruchtaromen und deutlichen Vanille- Rauch- und Würznoten.

Dichte verwobene Struktur, voller Körper mit runden eleganten Tanninen und einer frische, gut eingebundenen Säure.

Intensive Vanille und Butteraromen am Gaumen gepaart mit vielschichtigen Fruchtaromen und komplexer Textur, in sich sehr stimmig und herrlich balanciert. Gute Länge im Abgang und deutliches Reifepotential.

Modern, aromatisch, komplex und sehr präzise.

 

Gaston CS

war leider nicht in der Verkostung

 

Palmaz Vineyards
4029 Hagen Road
Napa, CA 94558